
Auslöser war 2005 die Brandkatastrophe in einem Wohnhaus in der Ufnaustraße in Berlin-Moabit: Im Treppenhaus waren Kinderwagen in Brand geraten, das Treppenhaus verrauchte. Neun Hausbewohner flüchteten in Panik - noch vor Eintreffen der Feuerwehr - in das verrauchte Treppenhaus und erstickten.
Nach Eintreffen der Feuerwehr konnte der Brand innerhalb von wenigen Minuten gelöscht werden; eine Gefahr für die in den Wohnungen gebliebenen Personen bestand nicht. Nur wenige wissen, dass aufgrund der Zellenbauweise in den Wohngebäuden die Wohnung ein sicherer Bereich ist, der mit feuerwiderstandsfähigen raumabschließenden Decken und Wänden von den anderen Wohnungen abgeschottet ist. Selbst in fünfgeschossigen Altbauten beträgt die Feuerwiderstandsfähigkeit der Bauteile - gemeint ist die Standsicherheit bei einem vollentwickelten Wohnungsbrand - mindestens 60 Minuten. Ausreichend Zeit für eine Personenrettung.
Um ähnlichen Katastrophen vorzubeugen, haben wir in Zusammenarbeit mit dem Senat von Berlin und der Berliner Feuerwehr einen nonverbalen Comic entwickelt, der sprachenunabhängig die zwei grundlegenden Verhaltensweisen im Brandfall – erstens bei Feuer in der Wohnung, zweitens bei Feuer im Treppenhaus – erläutert. Diesen Comic, den es auch als Videoclip gibt, setzen inzwischen immer mehr Feuerwehren, Wohnungsbaugesellschaften und Versicherer im gesamten Bundesgebiet für ihre Kundenkommunikation und Brandschutzausbildung ein.